
Breathwork explained
Was ist Breathwork
Dein Atem ist das einzige Steuerungssystem deines Körpers, das automatisch läuft – und das du trotzdem bewusst übernehmen kannst.
Breathwork ist Atemarbeit mit Absicht. Über Tempo, Tiefe und Rhythmus des Atems veränderst du direkt, in welchem Zustand sich dein Nervensystem befindet. Ein schnellerer, verbundener Atem aktiviert. Ein langsamer, verlängerter Ausatem signalisiert dem Körper: Du kannst runterfahren.
Was dabei im Körper passiert
Wenn du über längere Zeit intensiv und ohne Pause atmest, atmest du mehr CO₂ ab als gewöhnlich. Dein Blut wird dadurch leicht basischer, die Durchblutung im Gehirn verändert sich kurzzeitig. Deshalb spüren viele Kribbeln in Händen und Gesicht, Wärme, Schwere oder eine veränderte Wahrnehmung. Das ist eine bekannte, vorübergehende Reaktion und kein Zeichen, dass etwas schiefläuft.
In den ruhigeren Phasen überwiegt der Parasympathikus, also der Teil des Nervensystems, der für Erholung zuständig ist. Aktivierung und Entspannung wechseln sich ab, und genau in diesem Wechsel liegt die Arbeit.
Was die Forschung sagt
Die Forschung zu Breathwork ist jung, aber sie wächst. Erste Studien und Übersichtsarbeiten deuten darauf hin, dass regelmäßige Atemarbeit mit weniger empfundenem Stress und besserer Stimmung einhergehen kann. Das ist vielversprechend, aber noch kein Beweis für alles, was im Internet über Breathwork kursiert. Ich arbeite mit dem, was man erklären kann, und sage dir ehrlich, wo das Wissen aufhört.
Und der Teil, der sich nicht messen lässt
Viele Teilnehmer*innen erleben in einer Session, dass sich etwas löst: Anspannung, Gedankenschleifen, manchmal auch Emotionen, die lange keinen Platz hatten. Das passiert nicht jedes Mal und nicht bei allen gleich. Es muss auch nicht passieren, damit eine Session wirkt.
Breathwork ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Behandlung.